Folge 13 der WHySE Tiergeschichten
Dieser Beitrag erschien zuerst auf LinkedIn am 14. Juli 2026.
„Hund, weshalb behandelst du kommunale Unternehmen anders als KMU?“
fragte Büffel und hielt seinen Zettel hoch.
Darauf stand:
KMU vs. kommunale Unternehmen
Büffel sah Hund an.
„Wasserstoff ist Wasserstoff, oder etwa nicht?“
Hund wog den Kopf.
„Wasserstoff ist Wasserstoff, ja.
Und hier geht es weniger um ein Gegeneinander von KMU und kommunalen Unternehmen.
Es geht um unterschiedliche Fragen.
Manche überschneiden sich. Andere kommen hinzu.“
Ratte, die Geschäftsführerin eines KMU, fragt oft zuerst:
Passt H₂ zu Prozess, Standort, Kosten und Zukunft des Unternehmens?
Oder haben wir ein Produkt, das ins H₂-Terrain passt?
Bei kommunalen Unternehmen kommt eine zweite Ebene hinzu.
Die kennst du, Büffel.
Büffel stellte die Fragen laut:
Wie steht es mit der Versorgungssicherheit?
Welche Gremien, Bürgerinnen und Bürger, Stadtverantwortliche und Behörden gehören früh an den Tisch?
Welche öffentliche Verantwortung trägt das Unternehmen?
Welche Rolle spielen Netze, Wärmeversorgung und Mobilität?
Und wie passt das alles zur Daseinsvorsorge?
Hund nickte.
Büffel bemerkte:
„Dann reicht eine technische Idee allein kaum.“
Hund ergänzte:
„Genau dort beginnt der eigentliche Weg.
Ein kommunales H₂-Projekt braucht Technik. Ja.
Es braucht Wirtschaftlichkeit. Ja.
Es braucht zusätzlich eine Geschichte, die erklärbar ist.
Im Aufsichtsrat.
Im Stadtrat.
Gegenüber Partnern.
Vor Ort.
Gegenüber den Menschen, für die kommunale Unternehmen arbeiten.
Diese Geschichte muss eine einfache Frage beantworten:
Passt dieser H₂-Weg zu unserer Kommune – und weshalb?“
Hund zeigte auf den Zettel.
„Der Unterschied liegt selten im Molekül.
Er liegt im Auftrag.“
Büffel schwieg kurz.
Dann sagte er:
„Also erst klären, welche Aufgabe das kommunale Unternehmen im H₂-Terrain übernehmen soll. Zum Wohl der Einwohnerinnen und Einwohner. Und passend zur örtlichen Situation.“
Hund lächelte.
„Jetzt wird es konkret.“

