Folge 24 der WHySE Tiergeschichten
Dieser Beitrag erschien zuerst auf LinkedIn am 20. August 2026.
„Warum stänkern so viele gegen Wasserstoff?“ fragte Affe.
Hund sah von seiner Karte auf.
„Das weiß ich nicht, liebe Affe“, sagte er. „Weshalb fragst du?“
Affe stand vor ihm auf der Veranda und sah ihn fragend an.
„Was machen wir jetzt? Batterie gegen Wasserstoff. Technische Effizienz gegen systemische Effizienz. Elektronen gegen Moleküle. Als müsste eine Technologie gewinnen und alle anderen verschwinden. Sollten wir etwas tun?“
Hund faltete die Karte zusammen.
„Komm mit. Ich zeige dir etwas.“
Sie gingen zusammen den Hügel hinauf und blickten von dort hinunter.
Unten lag eine Landschaft.
Windräder und Solaranlagen.
Bio-CH₄.
Wasserstoff, seine Derivate und Elektronen dort, wo sie sinnvoll eingesetzt werden.
Ob in der Industrie, im Verkehr, in KMU oder bei kommunalen Unternehmen.
Managementsysteme im Hintergrund, damit aus guten Absichten verlässliche Entscheidungen werden.
Affe wurde still.
„Das sieht gar nicht nach Streit aus“, sagte sie.
Hund nickte.
„Weil wir die Zukunft nicht kennen“, sagte Hund.
„Und nie kennen werden. Deshalb sollten wir uns nicht zu früh auf eine einzige Antwort festlegen. Wir sollten genau hinschauen: Was passt wo? Was hilft wem? Was trägt wirklich?“
Affe schaute auf die Karte.
„Und Wasserstoff?“
„Wasserstoff ist kein Heilsversprechen“, sagte Hund.
„Er ist ein Werkzeug. Wie Batterie, Effizienz, Elektrifizierung, Nachhaltigkeitsmanagement und gute Führung auch.“
Affe sah wieder hinunter in die Landschaft.
„Dann geht es gar nicht darum, wer gewinnt.“
Hund schmunzelte.
„Nein. Es geht darum, wie Natur und Mensch gut miteinander leben können. Frei von fossilen Abhängigkeiten. Frei von fossilen Emissionen. Und mit Entscheidungen, die wir verantworten können. Für uns und unsere Nachkommen.“
Affe lächelte.
„Dann brauchen wir keine hitzigen Technologiedebatten.“
Hund nickte.
„Eher wertschätzende Lagerfeuergespräche.“

