Folge 31 der WHySE Tiergeschichten
Dieser Beitrag erschien zuerst auf LinkedIn am 15. September 2026.
„Spucken wir jetzt in die Hände?“
„Oder spuckt uns noch jemand in die Pläne?“,
fragt Affe und blickt neugierig auf die Konstruktionszeichnungen, Rohrleitungspläne und Kostentabellen auf dem großen Holztisch.
Hund schaut hinüber zur Baustelle. Zwischen Kränen und Stahlgerüsten wächst die Wasserstoffanlage sichtbar in die Höhe.
„Ja, liebe Affe, wir spucken in die Hände. Ratte hat Büffel als EPC-Unternehmer beauftragt.“
„EPC?“
„Engineering, Procurement and Construction“, erklärt Hund. „Büffel übernimmt die technische Planung, die Beschaffung und den Bau der Wasserstoffanlage.“
Affe betrachtet die Kräne.
„Dann lehnt sich Ratte zurück, bis Büffel ihr den Schlüssel überreicht?“
Büffel schiebt die Kostentabelle zur Seite.
„Ratte bleibt gefragt. Ich brauche klare Anforderungen, rechtzeitige Entscheidungen und verlässliche Ansprechpartner.“
Hund nickt. „EPC bündelt viel Verantwortung bei Büffel. Damit aus Plänen eine funktionierende Anlage wird, brauchen beide Seiten Klarheit: über den Leistungsumfang, die Schnittstellen, Termine, Kosten und die vereinbarte Qualität. Und regelmäßige Kommunikation. Sonst wird es knusprig.“
Hahn hebt sein Notizbuch. Schlange legt den Vertrag daneben. Hase schaut auf ihre Meilensteine.
Affe grinst. „Dann spucken wir gemeinsam in die Hände – und die Pläne bleiben sauber.“
Büffel greift nach seinem Bauhelm.
„Genau. Wir schreiten mit klarem Blick zur Tat.“
Wer Verantwortlichkeiten und Schnittstellen im EPC-Vertrag zu grob beschreibt, riskiert Nachträge, Zeitverzug und Streit über Leistungen. Auf der Baustelle werden solche Lücken schnell teuer.

