Folge 40 der WHySE Tiergeschichten
Dieser Beitrag erschien zuerst auf LinkedIn am 15. Oktober 2026.
„Wo geht’s lang? Den vielen grünen Pfeilen nach?“, fragt Affe Hund.
Auf dem Verandatisch liegt Rattes Mappe. Darin Seiten einer Projektidee, hübsch anzusehen. „Die H₂-Projektidee zeigt uns den Weg“, sagt Ratte.
Affe blättert und zählt mit dem Finger. „Ui, viele Pfeile. Und keine Orientierung.“
„Keine Orientierung?“, fragt Ratte. „Auf jeder Seite ist ein Pfeil.“
„Pfeile, ja.“, sagt Hund. „Sie zeigen lediglich Richtungen. Doch woher und wohin? An keinem Pfeil steht das nächste Ziel. Wem gehören die Pfeile? Jeder ist eine Zusage. Dieser Partner liefert. Dieses Amt entscheidet. Ein Pfeil ohne Ziel und ohne Besitzer bleibt ein Pfeil.“
Er legt die Mappe auf die H₂-Terrain-Karte. „Ich habe solchen Seiten früher geglaubt, weil sie so gut aussahen. Die kritischen Stellen fanden wir später. In Nachträgen. Und in Warteschleifen.“
„Und jetzt?“, fragt Ratte nachdenklich.
„Jetzt klären wir gemeinsam Standort und Ziel“, sagt Hund. „Schreiben wir an jeden Pfeil seine Informationen: Annahme. Offene Frage. Verantwortliche. Eine gute Darstellung schafft Überblick. Eine Projektgrundlage benötigt mehr.“
Affe klebt Zettel neben die grünen Pfeile. Auf jedem steht: „Was bedeutet dieser Pfeil?“
Hund schiebt Ratte den Kompass über den Tisch.
Ratte nimmt ihn und legt ihn neben die Mappe.
Hund lehnt sich zurück. „Pfeile zeigen Richtungen. Informationen dazu machen daraus einen Wegweiser. Dann nützt auch der Kompass.“
Zwölf Seiten mit grünen Pfeilen wirken wie eine Route – und sind lediglich eine Sammlung von Richtungen. Ohne Ziel und ohne Besitzer kehrt jede Annahme zurück: als Nachtrag, als Warteschleife, als verschobene Entscheidung.

